Kräutergarten

Apotheke Natur

Der Kräutergarten ist ein friedvoller Platz, an dem man Gewürze und Heilpflanzen studieren kann. In allen Kulturen werden Pflanzen seit jeher als Arzneimittel verwendet. Die ältesten erhaltenen Schriften über Heilkräuter kommen aus China und sind 5000 Jahre alt! In früheren Zeiten diente der Kräutergarten als Apotheke, und erst viel später verwendete man Kräuter zum Würzen in der Küche.

Viele Kräuter enthalten hochwirksame Substanzen, die auch in der modernen Arzneimittel-Produktion zum Einsatz kommen. So ist etwa Salbei (Salvia officinalis) nachweislich antiseptisch und pilztötend. Das Blattwerk des Duftveilchens (Viola odorata) enthält schmerzstillende Salicylsäure. Wer Kräuterpräparate einnimmt, sollte diese nur vorsichtig mit anderen Medikamenten kombinieren.

Riechen und sehen Sie sich satt! Doch beachten Sie, dass einige Pflanzen im Kräutergarten giftig sind und tunlichst nicht „geschmeckt" werden sollten! Ein Beispiel ist der Eisenhut (Aconitum), aus dem man früher schmerz- lindernde Salben herstellte. Inzwischen wird sein Gift dafür als zu stark angesehen.

Sehenswert

Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) stammt aus Nordamerika, wo die Ureinwohner ihn fleißig benutzten. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass er das Immunsystem anregt und Entzündungen hemmt. Heute gibt es zahlreiche Echinacea-Produkte auf dem Markt.

Engelwurz (Angelica archangelica) wächst wild in den schwedischen Bergen sowie in Küstenlagen. In Skandinavien wird die Pflanze seit der Wikingerzeit kultiviert. Das Volk der Sami nutzt Angelica seit jeher frisch oder eingelegt in Rentiermilch, um Infektionen vorzubeugen.

Das Teehäuschen aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde vom städtischen Architekten Bernhard Wilhelm Carlberg entworfen und zierte dessen Anwesen in Kärralund. Heutiger Besitzer ist das Röhsska Museum, das sowohl das Haus als auch dessen kunstvolle Wandmalereien instand hält.

Updated: 2017-09-12 14:39