Steingarten

Eine Anlage von Weltrang

Durch diese Art der Platzierung können Gewächse mit unterschiedlichsten Vorlieben nebeneinander gedeihen: Zum Beispiel die kaukasische Pfingstrose neben der alpinen Kuhschelle. Oder die Waldlilie aus den USA neben dem japanischen Winterblatt!

Im Herbst häufen sich hier eine Menge Samen an, die wir zum Tausch mit botanischen Gärten aus aller Welt verwenden. So können wir aktiv Arten schützen, die bei Expeditionen in unzugängliche Bergregionen eingesammelt wurden. Die Sammlung eines Botanischen Gartens gleicht somit einer lebenden Gen-Bank. Die Möglichkeit, seltene Pflanzen zu ziehen und zu vermehren, bewahrt ihre Art letztlich vor dem Aussterben. Will man eine Art wieder in der Natur ansiedeln, dann dienen die hier gelagerten Wildgewächse als Mutterpflanzen.

Der Garten ist aus hiesigem Gestein angelegt, denn hier befand sich früher ein Steinbruch. In den 1980er-Jahren wurde alles umgestaltet und ein Wasserfall angelegt. Es gibt einen alten Tunnel, durch den man trockenen Fußes unter dem Wasserfall hindurch gehen kann.

Der Steingarten ist heute eine Anlage von Weltrang und wurde unter anderem in dem Tourismus-Führer „Guide Michelin" gewürdigt.

Updated: 2017-06-16 11:16